Stromfresser aufspüren und Stromkosten senken
Strom wird im Haushalt an vielen Stellen verbraucht – oft auch dort, wo man es gar nicht vermutet. Fernseher, Computer, Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschine oder ältere Elektrogeräte können übers Jahr betrachtet einiges an Energie benötigen. Wer genauer hinschaut und einige einfache Gewohnheiten verändert, kann seinen Stromverbrauch und damit auch die Stromkosten reduzieren.
Besonders hilfreich ist es, zunächst zu wissen, wo der Strom tatsächlich verbraucht wird. Dafür können Bürger:innen kostenlos ein Strommessgerät in der Gemeinde ausleihen. Das Gerät wird einfach zwischen Steckdose und Elektrogerät gesteckt und zeigt, wie hoch dessen Stromverbrauch ist. So lassen sich beispielsweise ältere Geräte oder unnötige Stand-by-Verbräuche rasch aufspüren. Die Ausleihdauer beträgt 14 Tage. Informationen zur Verfügbarkeit und Reservierung erhalten Interessierte direkt bei der Gemeinde.
Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich zusätzlich Strom sparen:
- Stand-by vermeiden: Fernseher, Computer, Drucker und andere Geräte verbrauchen teilweise auch dann Strom, wenn sie nicht aktiv genutzt werden. Schaltbare Steckerleisten helfen dabei, mehrere Geräte mit einem Handgriff vollständig vom Stromnetz zu trennen.
- Kühlgeräte richtig einstellen: Für den Kühlschrank reichen in der Regel etwa 7 °C, für den Gefrierschrank sind –18 °C ausreichend. Eisablagerungen im Gefrierfach sollten regelmäßig entfernt werden. Auch eine gute Belüftung der Geräte trägt zu einem effizienten Betrieb bei.
- Eco-Programme nutzen: Bei Waschmaschine und Geschirrspüler benötigen Eco-Programme zwar meist mehr Zeit, dafür aber weniger Energie. Außerdem sollten die Geräte möglichst voll beladen gestartet werden.
- Wäsche an der Luft trocknen: Wenn möglich, sollte auf den Wäschetrockner verzichtet werden. Wer ihn dennoch nutzt, kann durch eine hohe Schleuderdrehzahl der Waschmaschine dafür sorgen, dass die Wäsche bereits möglichst wenig Restfeuchte enthält.
- Energiesparmodus aktivieren: Computer und Laptops sollten bei längeren Arbeitspausen automatisch in den Energiesparmodus wechseln. Bildschirmschoner sparen hingegen keinen Strom. Wird das Gerät länger nicht benötigt, sollte es vollständig ausgeschaltet werden.
- Alte Stromfresser überprüfen: Gerade bei älteren Kühl- und Gefriergeräten, Unterhaltungselektronik oder anderen häufig genutzten Geräten lohnt sich eine Messung. Das Strommessgerät zeigt schnell, wie viel Energie tatsächlich benötigt wird und ob sich ein genauerer Blick auf das Gerät lohnt.
Wer seinen Energieverbrauch noch genauer unter die Lupe nehmen möchte, kann zusätzlich eine kostenlose Bau- und Energieberatung in Anspruch nehmen. Dabei erhalten Bürger:innen individuelle Tipps zur Reduzierung des Stromverbrauchs sowie weitere Hinweise zum Energiesparen. Die Beratung wird von unabhängigen und produktneutralen Expert:innen durchgeführt und findet wahlweise telefonisch oder online statt. Interessierte können sich per E-Mail unter energieberatung.bz@gmail.com anmelden.
Oft sind es viele kleine Maßnahmen, die zusammengenommen einen Unterschied machen. Wer seinen Verbrauch kennt, kann gezielter handeln – und spart damit nicht nur Energie, sondern langfristig auch Kosten.